Marionettentheater Blaubeuren

 

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Rueckblick

2015 / 2016

Marionettentheater:

 

 

„Frauenlieb und Frauenlist“   

 

weitere Bilder  von: f.luwe

Mit einer gelungenen Premiere startete das Theater in der Talmühle das neue Marionettenstück 

nach dem Grimm’schen Märchen „die kluge Bauerntochter“.

Einspielungen von Tiergeräuschen des bäuerlichen Alltags entzückten ebenso, wie die ausgeprägten Charaktere der einzelnen Figuren:

hier die sanfte, mit Witz gepaarte Klugheit der Bauerntochter Anna, geführt und gesprochen von Lisbeth Reuss,

und ihr Vater (Siegfried Hermann) mit seinem naiv-bäuerlichem Moralverständnis,

da der lebensfrohe, schwäbische Ochsenbauer (Günther Reichle) mit seinem rheinländischen, keifenden Eheweib (Dagmar Stemann)

und der ehrbare, übertölpelte Pferdebauer (Nikolaus Kolleth), und dort der senil-aufmüpfige Diener (Dagmar Stemann)

und der macht- und goldhungrige König (Dieter Hagmann).

Die Aussage, des Königs, er sei schon deshalb ein guter König, weil er seinem Volk die Steuern abnehme,

alldieweil diese einfachen Leute doch gar nicht wüssten, was sie mit dem vielen Geld machen sollten,

brachte das, fast nur aus Erwachsenen bestehende Publikum ebenso zum Lachen, wie das Geplänkel der Bauern vor dem Dorfkrug.

Bestaunt wurde die raffinierte Lösung der Aufgabe des Königs (die Bauerntochter sollte ihre Klugheit beweisen,

indem sie „nicht gekleidet aber auch nicht nackend, nicht geritten, nicht gefahren und nicht gegangen“ zu ihm ins Schloss kommen sollte),

wie auch die Technik, mit der die , zur Königin gewordene aber wieder verstoßene Bauerntochter ihr Liebstes,

nämlich ihren Ehemann aus dem Schloss in ihre Bauernhütte transportiert.

Zur Augenweide wurde das gekonnte Spiel durch das Bühnenbild von Peter Rinker und durch die Kleidung der Marionetten,

bis ins kleinste Detail liebevoll geschaffen von Monika Horber-Thumm und Renate Hermann.

Siegfried Hermann, Senior des Ensembles, Autor, Regisseur und Spieler dieses Stückes,

mit Bedacht nicht den Titel des Märchens für sein Marionettenstück gewählt,

sondern die Hauptaussage des Stückes,

denn mit der Liebe und der List der Bauerntochter wendet sich nicht nur ihr eigenes Schicksal zu einem guten Ende.

Mit der Mahnung: „ … Wo List und Klugheit sich verbinden ist meist ein Ausweg auch zu finden…“

entlässt denn auch der König die Zuschauer auf den Heimweg.


 mehr Bilder von F.Luwe

 

Das Marionettentheater zeigte das  Marionettenstück „Hänsel und Gretel“ nach der Märchenoper von Engelbert Humperdinck.

Diashow Fotos. F.Luwe

Kalif Storch“ Fotos: F.Luwe  -

ein Marionettenstück nach dem Märchen von Wilhelm Hauff  geeignet für alle Altersklassen

"Kalif Storch" ist ein Marionettenspiel nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff.

Zum Inhalt: Der junge Kalif wird von seinem ärgsten Feind, dem Zauberer Kaschnur, verführt, sich und seinen Wesir in Tiere, in Störche, zu verwandeln.

Weil sie aber als Störche herzhaft lachen, vergessen sie das Zauberwort, das sie wieder zu Menschen machen kann.

Mit Hilfe der in eine Eule verzauberten Prinzessin Lusa gelingt es den beiden, sich und die Prinzessin zu retten.

DIA-SHOW

 


 

Mann ist alles, die Frau ist nichts? Bild: D.Baz  mehr

Blaubeurer Theater in der Talmühle zeigt im Dialog die Realität und das Ideal Indiens auf

 

Theater in der Westentasche zu Gast im Theater in der Talmühle

mit:

Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry,

 Fotos: F.Luwe

Slideshow

 


 

Liederabend: Foto: F.Luwe

Männerchor einmal anders – Wohl ist die Welt so groß und weit“,

traditionelle und moderne Chorsätze weltlicher Literatur,

wurde dargeboten vom Männerensemble Cantus Firmus Ehingen

 


 

    

Mittwoch, dem 25. März 2015 zeigte die „Wolke“ ihr Stück „Seephantasie“:

Seefantasie, Wolke

Zuhause ist es doch am schönsten, besonders dann, wenn man nach einer spannenden Seereise genau dort den gesuchten Schatz findet. Teils pantomimisch, teils in sehr gutem Deutsch gesprochen, teils gesungen, entfalteten die dreizehn Kinder und Jugendlichen der Kindertheatergruppe „Wolke“ aus Sankt Petersburg ein, von ihnen selbst erarbeitetes, zauberhaftes Szenario: fröhlich spielende Kinder finden am Strand eine Flaschenpost mit einer Schatzkarte. Keine Frage, der Schatz muss gefunden werden. Aber eine Seereise ohne Boot? Wie sie alle mit sorgenvoller Mimik und deutlicher Geistesanstrengung überlegen, wie ein Schiff zu bauen ist, wie dann eines der größeren Mädchen sich zum Mast erklärt, ein anderes sich als Segel im Wind wiegt, ein Junge den Anker darstellt und so schließlich das ganze Schiff vor den Augen der Zuschauer in die bewegte See stechen kann, eine Zeitlang von einer Möwe begleitet, ist nur der erste Höhepunkt einer Reise, die die jungen Mimen in die Ferne führt. Große Tiere in Afrika schreiten durch die Savanne, junge Dorfbewohner laden zum Tanz nach einem afrikanischen Gesang, Piraten bedrohen die jungen Seeleute, ein Eisberg droht das Schiff zu versenken, in China wird Tee getrunken, leider ohne Zucker, die Liebe wird besungen und dargestellt mit dem umgedichteten Lied vom „Harung, zwo, drei, vier st ta ta, tirallalla“. Und dann landen sie wieder in Russland, und sie finden die Schatztruhe. Und was finden sie in der Schatztruhe? Das verloren geglaubte Wörterbuch Russisch-Deutsch. Ein paar theatertypische Begriffe zeigen sofort, dass russisch und deutsch eigentlich eine Sprache ist. Und mit der Erkenntnis, dass jeder für sich herausfinden muss, was Glück bedeutet, und dass es oft in kleinen, scheinbar unscheinbaren Ereignissen zu finden ist, endet die „Seefantasie“. Minutenlanger begeisterter Applaus belohnte die jungen Mimen, ihre Spielleiterin Elena Ossetrova und die Deutschlehrerin Irina Zakharova.

In der anschließenden Fragerunde erhielten die Zuschauer und Zuschauerinnen Einblicke in die Arbeit des Kindertheaters „Wolke“ im „Deutsch-russischen Begegnungszentrum“ Petersburg. Dass der Besuch dieser Gruppe in Blaubeuren nicht der letzte sein darf, stand bei allen Beteiligten fest, egal ob zuschauend oder agierend.


Erzählzeit mit Kolja – Wo die Liebe hinfällt ...

Begegnungen mit der Liebe, humorvoll, nachdenklich, überraschend - mehr über Kolja: http://maerchenwirkstatt.de

 2014

 Samstag, 06. 09. 14

Tag der offenen Tür zum Start ins „verflixte 7. Jahr“ mit Filmen, Kaspertheater, Einführung ins Marionettenspiel, Bewirtung und Musik;

Mit einem „Tag der offenen Tür“ startete das Ensemble des Theaters in der Talmühle, Blaubeuren, in das 7. Jahr seines Bestehens. Dabei wurde einiges geboten.

Auf der Filmleinwand wurden ältere Marionettenstücke gezeigt,

ein Kasperstück erfreute die kleinen Besucher,

während Erwachsene und größere Kinder hinter der Bühne die Kunst ausprobieren konnten, eine Marionette zum Leben zu erwecken.

Daneben zeigte eine Werkausstellung, woraus und wie die Marionetten des Theaters in der Talmühle entstehen und wie kompliziert ein Regiebuch eines Marionettenstücks im Laufe der Probearbeit wird.

Auf insgesamt 11 Schautafeln war das vielfältige Schaffen des Theaterensembles aus den vergangenen 6 Jahren zu betrachten:

Plakate und Zeitungsausschnitte von 8 Marionettenproduktionen,

22 Kasperstücken und 42 unterschiedlichen Vorstellungen in der Reihe „Literatur und Musik“.

Selbst aktive Mitglieder staunten über die Vielfalt der Angebote, die sich in dieser Zusammenschau zeigte.

Viel Lob erhielten die Theaterleute auch für das Programm der nächsten 4 Monate.

Im Herbst/Winter 2014/2015 wird auf der Marionettenbühne weiterhin der „Kalif Storch“ gezeigt,

während im Hintergrund eine neue Produktion entsteht,

es sind 4 neue Kasperstücke geplant

und auch die Reihe“ Literatur und Musik“ bietet neben der Wiederholung des „Sächsisch-schwäbischen Abends“ und dem „Abend mit Erich Kästner“ interessante Vorträge:

Musik und Literatur aus Südamerika mit dem Gitarrenduo Keller & Wenger,

Barbara Schmid, präsentiert „Zarah Leander“ in ihrem Solotheaterstück „Kann denn Liebe Sünde sein?“,

Theresia Eggermann holt die Dichterin „Hilde Domin“ aus der Vergessenheit zurück, das gleiche hat das Theaterensemble vor mit alten Balladen

und auch der Märchenerzähler Kolja wird mit der Magierin Birte zusammen das geneigte Publikum wieder in den Bann ziehen.

Das ganze fand in den Räumen des Theaters statt, denn die Veranstalter hatten mit Blick auf mögliches Regenwetter auf eine Ausdehnung der Aktivitäten in den Hofraum und eine Außenbewirtung verzichtet, und ein heftiger längerer Regenguss zeigte, wie vorausschauend das war. Dem war vermutlich auch ein geringerer als erhoffter Zustrom an Besuchern geschuldet. Dennoch waren die Veranstalter zufrieden mit dem „Tag der offenen Tür“, wollen einen solchen Tag aber frühestens zum 10jährigen Jubiläum in Angriff nehmen.

Freitag, 28.03.14

Literatur und Musik

KULTUR / THEATER AN DER TALMÜHLE
Abend über Erich Kästner
Einen Abend mit Erich Kästner gab es am Freitag im Theater an der Talmühle: Zeitkritisches, Bissiges, Politisches, Satirisches und etwas zum Schmunzeln.
SWP

Blaubeuren·: Peter Rinker trug Gedichte des Autors aus allen Schaffensperioden vor und erzählte aus seiner Biografie. Musikalisch einfühlsam begleitete die Texte Christoph Bock auf dem Synthesizer mit eigenen Kompositionen und Improvisationen. Geboren wurde Erich Kästner 1899 in Dresden. Seine Mutter Ida, zu der der zeitlebens ein enges Verhältnis hatte war Friseuse, sein Vater war Sattelmeister und Arbeiter. "Ich blieb das einzige Kind und war damit völlig zufrieden außer an Weihnachten", zitierte Rinker den Autor. Denn da hätte er sich Geschwister gewünscht, damit sich die Eltern nicht allzu sehr auf ihn konzentrierten und um seine Liebe kämpften. Für ein Kind der Unterschicht gab es damals kaum Möglichkeiten zu einer höheren Bildung, eine der wenigen war es den Lehrerberuf zu ergreifen. So besuchte Kästner 1913 das "Freiherrlich von Fletchersche Lehrerseminar". "Heute beschäftigen sich die 17-Jährigen mit ihrem Führerschein als Herausforderung, damals hatten die 17-Jährigen Angst vor dem Stellungsbefehl", sagte Rinker und gab passend dazu das Gedicht "Primaner in Uniform" wieder: "Der Rektor trat zum Abendbrot bekümmert in den Saal. Der Klassenbruder Kern sei tot. Das war das erste Mal" - beginnt das Gedicht. Und auch Kästner blieb die Einberufung nicht erspart. Nach dem Krieg machte er Abitur und studierte Geschichte, Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft und arbeitete dann bei der Neuen Leipziger Zeitung. Bis zu seinem Tod 1974 wurde Kästner mit vielen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht, blieb aber der Mehrzahl als Kinderbuchautor von "Emil und die Detektive" oder "Das Doppelte Lottchen" im Gedächtnis. Gut, dass Abende wie in der Talmühle den anderen Kästner nicht vergessen lassen. me

Erscheinungsdatum:  04.04.2014, Copyright Das Blaumännle

 

Rueckblick

2013

 

TALMÜHLE / DIE GERETTETEN GEDICHTE EINER JUNGEN JÜDIN, DIE MIT 18 JAHREN IM KZ STARB
". . . ich möchte lachen und Lasten heben"
Einen berührenden Abend haben die Gäste am Freitag im "Theater in der Talmühle" mit Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger erlebt. Sie kam 1942 als Achtzehnjährige in einem Arbeitslager in der Ukraine ums Leben. Vorgetragen wurden die Texte von Barbara Rinker, musikalisch begleitet von Manuela Riegner an der Querflöte.
EVA MENNER
Blaubeuren ·: 57 Gedichte sind von Selma Meerbaum-Eisinger überliefert, teilweise schon im Alter von fünfzehn Jahren von ihr verfasst. Romantische und melancholische Liebesgedichte, impressionistische Naturlyrik, Gedichte voller Sehnsucht, der Schrei nach Leben und Todesangst sind darin vereint. "Lied" hat sie wie eigentlich alle ihre Gedichte einem jungen Mann, in den sie verliebt war, gewidmet: Lejser Fichman. Mit den Worten "Heute tatest du mir weh. Heute sagtest du mir: Geh! Und ich - ging", endet der Text.
An einem Tag, dem 16. April 1940, schrieb sie zwei Gedichte, "Nachmittag" und "Spätnachmittag". Darin heißt es: ". . . und fast möchte man die welken Blätter schelten, daß sie rascheln und die letzten Sonnenstrahlen stören. Und man möchte nur die Veilchen wachsen hören".
Ihr bekanntestes Gedicht ist "Poem". Das Mädchen schreit seine ganze Verzweiflung heraus angesichts des Einmarschs der deutschen Truppen in seine Heimatstadt Czernowitz und der Bedrohung allen jüdischen Lebens. "Ich möchte leben. Ich möchte lachen und Lasten heben und möchte kämpfen und lieben und hassen und möchte den Himmel mit Händen fassen und möchte frei sein und atmen und schrein. Ich will nicht sterben. Nein! (. . .) Das Leben ist rot, braust und lacht. Über Nacht bin ich tot."
Mit modernen Kompositionen hat Manuela Riegner die Lesung genial auf der Querflöte begleitet. Herausgesucht hatte sie Stücke mit Stilelementen israelischer Musik, von jüdischen Komponisten oder auch "Engel der Finsternis", das der zeitgenössische Komponist Josef Schlotter einem im KZ Dachau ermordeten Mädchen gewidmet hat.
Die Komponistin Felicitas Kukuck hat unter dem Titel "Sieben Lieder" Liebesgedichte der Lyrikerin vertont. Auch diese standen in der Talmühle auf dem Programm. Allerdings bis auf eines nicht gesungen, sondern gesprochen zur Musik. "Ich kann zwar ganz gut singen, aber dafür braucht man eine richtige Gesangsausbildung", bedauerte Barbara Rinker. Dieses kleine Manko verzieh man aber angesichts der gelungenen, berührenden Vorstellung.

Mit Paul Celan verwandt

Selma Meerbaum-Eisinger wurde 1924 in Czernowitz, dem Hauptort der Bukowina geboren. Die Stadt war ein kulturelles Zentrum jüdischen Lebens. Schon jung las Selma Autoren wie Heinrich Heine, Rainer Maria Rilke, Paul Verlaine, Stefan Zweig - nach dem sie später sogar ein Gedicht benannte - oder Paul Celan, der ein Bruder ihres Großvaters war. Nach dem Einmarsch deutscher Truppen im Juli 1941 wurde die Familie gezwungen, im Ghetto zu leben und 1942 ins Arbeitslager Michailowka in der Ukraine deportiert. Dort starb Selma Meerbaum-Eisinger mit 18 Jahren an Flecktyphus. Ihre Gedichte hatte sie in einem Album unter dem Titel "Blütenlese" zusammengefasst und es vor der Deportation Lejser Fichman gegeben. Der reichte es weiter an eine Freundin Selmas. So gelangte es nach Israel. Der Angebetete selbst starb auf der Flucht nach Palästina.
1968 wurden zwei der Gedichte in Ostberlin in einen Sammelband aufgenommen. In Israel wurde das Album später von Hersch Segal, einem ehemaligen Lehrer Meerbaum-Eisingers aus Czernowitz, als Privatdruck veröffentlicht. Die eigentliche Entdeckung der jung verstorbenen Lyrikerin geschah dann 1980 durch die Veröffentlichung ihrer Gedichte in der Bundesrepublik Deutschland durch den Journalisten Jürgen Serke. Er war von der Schriftstellerin Hilde Domin auf die Gedichte aufmerksam gemacht worden. Serke gab dem Band den Titel "Ich bin in Sehnsucht eingehüllt".
Erscheinungsdatum:  29.11.2013, Copyright Das Blaumännle
THEATER / HEITERER BÜHNENABEND MIT SKETCHEN VON WALTER PFAUS
Untiefen des Alltags
Keine Chance für Trübsinn und schlechte Laune: Mit dem Abend "Heiter geht es weiter" trotzte das Theater in der Talmühle dem Novemberblues.
EVA MENNER
Blaubeuren·: Die Idee mit einem heiteren Bühnenabend kam an - alle Zuschauerplätze waren besetzt. Auf dem Programm standen Sketche von Walter Pfaus, beschwingt begleitet von Traude Fülle mit dem Akkordeon und heitere Gedichte. Walter Pfaus, der in Blaubeuren lebt, ist bekannt als Autor von Krimis und Komödien. In der Talmühle spielten er und seine Frau Hildegard Pfaus, Peter Nardon, Dagmar Stemann sowie Barbara und Peter Rinker die Sketche.
In der "Goldenen Hochzeit" will ein Paar zur Feier des Tages in einem schicken Restaurant Essen gehen. Er ist total unleidig, hat an allem etwas auszusetzen, beleidigt den Ober, will unbedingt Dampfnudeln essen, empfiehlt seiner Frau, die etwas essen will, "was sie sonst nicht hat", Hirn zu nehmen. Schließlich verlässt die frustrierte Gattin mit ihm das Lokal, ohne irgendetwas zu sich genommen zu haben. Auflösung der Geschichte: Der Gatte hatte den Geldbeutel vergessen und wollte das nicht zugeben. Im Sketch "Urlaubsreise zu dritt" gewinnt ein Ehepaar bei einem Preisausschreiben eine zweiwöchige Reise nach Gran Canaria für drei Personen und gerät sich über die dritte Person, die man mitnehmen könnte, in die Haare. Wie gut, dass sich herausstellt, dass es eine dreiwöchige Reise für zwei Personen ist.
Zwischenspiele auf dem Akkordeon gab es mit Traude Fülle. Ausgegraben wurde auch manch witziges Gedicht, so zum Beispiel "Auf dem Hühnerhof".
 
Erscheinungsdatum:  15.11.2013, Copyright Das Blaumännle
 

Vortragsabend

Auch Tibeter kommen nicht als Engel zur Welt

Theater in der Talmühle Blaubeuren

Die Bildung der Gesamtpersönlichkeit als Zielsetzung schulischer Erziehung ist allgemeiner Konsens.

Interessant ist aber, wie dieses Ziel, allen materiellen Beschränkungen zum Trotz, in einem armen Entwicklungsland umgesetzt wird. Zwei Blaubeurer, die enge Kontakte zu Schulen in Nepal unterhalten, zeigten an deren Beispiel, wie wichtig Ziele nicht formaler und ethischer Bildung dort sind.

Martin Anhorn berichtete von einem ländlichen Berufsschulzentrum, in dem nicht nur Fachwissen vermittelt wird, sondern er verfolgte auch, wie die Ausbildung die Abgänger zur Existenzbewältigung befähigt.

Heide Rau stellte die Entwicklung der Kailash Bodhi School seit 1993 dar und zeigte, wie die Kinder außer Faktenwissen auch eine Erziehung auf Grund der buddhistischen Ethik erfahren.

Zwei Sprecher (Peter Rinker und Siegfried Hermann) in der Rolle von Mönch und Philosoph beleuchteten ethische Fragen aus östlicher und westlicher Sicht. Sie arbeiteten Unterschiede heraus und fanden Gemeinsamkeiten.


Sonntag, 27.10.13

"Das Leben ist rot"
 Am Samstag war Weltfriedenstag. Der verging weitgehend unbeachtet - allerdings nicht im Theater in der Talmühle.

Das bot an diesem Abend "Texte wider das Vergessen" von Nazi-Regime und Krieg.

Publikumsreaktionen

  • „Genauso wurde mir mein Bruder und meiner Mutter der Sohn genommen“ zu dem Gedicht von Hedda Zinner „Deutsches Volkslied 1935
  • „wie sehr müssen die Fernsehbilder der Bürgerkriege im Nahen Osten immer wieder die Erinnerung an den Schrecken der Kindheit heraufbeschwören“ zu dem Bericht Peter Rinkers über die Bombardierung Ulms am 17. Dezember 1944
  • „man braucht wirklich die wunderbare Musik von Herrn Bock, um die Spannung abbauen zu können, die sich durch Ihre eindringlichen Vorträge aufbaut“
  • „leider erreichen Sie diejenigen durch Ihre Veranstaltung nicht, die heute wieder den rechten Parteien zustreben“

Blaubeurer Geschichten“ von und mit Peter Schmid. Begleitet wurde er von Traude Fülle mit Musik auf dem Akkordeon.

Foto: F.Luwe

Literatur und Musik

Foto: F.Luwe

Bleib erschütterbar - und widersteh“

Martin Morgen, Barbara und Peter Rinker lasen Gedichte von Tucholsky, Kästner, Brecht und Rühmkorf, dazu erklang Musik der 20er und 30er Jahre.

Marionettentheater

Fotos: Michael C. Thumm

Wie die schöne Lau das Lachen lernte“, ein Marionettenspiel nach dem Text „Die Historie von der schönen Lau“ von Eduard Mörike (geeignet für Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene jeglichen Alters)

2012

Samstag, 15. und Sonntag, 16. September

Kaspertheater   

Kasper und die Schatzkiste des Königs

Das Ensemble von Kasper und die Schatzkiste des Königs von links:

Antonia Stützle, Brigitte Neumann Sigloch, Barbara Rinker

Fotos Luwe


 Dichterlesung Oktober 2012   Barbara Rinker

 



Aus unseren Produktionen:

Die Entführung aus dem Serail                 Fotos: Gordon Stevens

Begegnung mit Berlin, Chansons, Schlager,  Fotos: Frank Luwe

Eine türkische Erfolgsgeschichte

 Alle Presseartikel sind, wenn nicht anders erwähnt von der   Ulm


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